Teil 2 
In diesem Teil meines Workshops will ich Euch zeigen, wie man die Anzahl der STSs eines jeden Styles quasi weit über die begrenzten 4 erhöhen kann, wenn man sich der einzelnen Performances bedient.
Haben wir die Performances, wie in Teil 1 beschrieben, kennengelernt, organisiert, einem Style als STS zugeschanzt, oder auch umgekehrt, also aus einem schönen STS eine frei verfügbare Performance angelegt, so hat uns die Anzahl der dafür erforderlichen "Tastendrücke" wohl nicht beinträchtigt. Man bastelt und schraubt ja gerne an seinem Keyboard mit seinen tollen Funktionen.
Aber letztendlich haben wir all diese Arbeit ja auf uns genommen, um nun diese vielen tollen Performances auch mal in einem Musikstück einzubauen. Und das sollte dann auch mit Wechsel der Sounds und Variationen möglichst stressfrei durchgespielt werden können. Dafür scheint die Arbeitsweise aus Teil 1 mit hohem "Drückanteil" aber nicht gerade erste Wahl sein........
Und tatsächlich gibt es in pa800/3X und Kompatiblen - während einer musikalischen Darbietung - die Möglichkeit, einzelne Performances mit jeweils nur einem Tastendruck aufzurufen. Und das unabhängig davon, wo und  in welchen Tiefen, also welcher Seite/Page der Bankenstruktur sich diese Performance befindet. Wie gesagt, wenn wir fröhlich am Spielen sind.
Davor sind schon ein paar Handgriffe mehr zu erledigen.
Wie auch schon in Teil 1 begeben wir uns mit Keyboard in eine Grundstellung:
Dazu sind zwei Schritte identisch mit Teil 1
>>>>>>>>>>>>>>
Hier betreten wir durch die gezeigte Einstellung Neuland
>>>>>>>>>>>>>>>>
Im Pa800 schalten wir nun wie in Teil 1 in den Zustand " PERFORMANCE SELECT ". Da andere Pa-Modelle nur noch diesen Modus kennen, erübrigt sich dort diese Anwahl. 
" STYLE CHANGE " wird aber in allen Fällen in Stellung "AUS" belassen.
Wählen wir nun - nach diesen Einstellungen - eine x-beliebige Performance Bank an, stellen wir fest, dass - im Gegensatz zu Teil 1 (ohne die Funktion AUTO PERFORMANCE SELECT) - direkt die erste Performance in der betreffenden Bank angezeigt wird und auch sofort erklingt.
Stellvertretend für alle Performance Bänke habe ich folgend mal vier ausgesucht (also aus den Bänken meines Pa800).
Einige wenige werden noch über Sinn und Zweck der gerade gewonnenen Erkenntnis grübeln, die meisten anderen werden aber schon ein paar andere Felder ausgewählt haben und damit einen Schritt weiter sein.
Es folgt ein Praxis bezogenes Beispiel mit Vorgaben aus meinem Pa800. Klappt natürlich auch so mit Performances aus den Keys meiner Leser:
Beispiel:
Da habe ich beim Klimpern einen Style gefunden, der mich mit einem seiner STSs geradezu einlädt, einen flotten Dixie zu spielen.
Was fehlt, sind noch ein paar gut abgeschmeckte Sounds mehr. Nehme ich doch einfach ein paar aus meiner Performance Abteilung:
Und ab geht die Marie. Wir spielen nach Herzenslust oder auch bestimmter Notenvorlage, und wenn uns danach ist, wechseln wir die Performances unserer Wahl nur noch durch Anwahl der entsprechenden Performance Bank!
Und somit sind wir in der Lage, einen Style mit dem Einsatz weniger zuvor ausgewählter Performances dezent, geschmackvoll darzubieten oder aber auch pompös, überladen mit je einer Performances aus allen möglichen Bänken zu verunstalten. Und das alles, ohne ein eigentliches STS des Styles anzufassen oder gar zu verändern.......
Aber einen Augenblick, bitte:
So schön alle Performances, für jede einzeln gesehen, auch sein mögen:
Bestimmte Instrumentierungen für ganz bestimmte Musikstücke sind so - verursacht durch die Anwendung eines bestimmten "Korgschen Performance/Sound Verteilungsschlüssels" - überhaupt nicht realisierbar.
Denken wir da beispielsweise an Bigband Arrangements, Walzer mit Orchester und Chor, Orgelgewimmer aller Art und und und.....      Wenn man da je Bank - und die sind bei Korg eben in Genres zusammengefasst - nur einen Vertreter auswählen kann, kommt man da nicht sehr weit, will man damit Musikstücke zuvor genannter Kategorien realisieren.
 
Und das ist mit der Hauptgrund, dass ich für meine beiden Keyboards jeweils mehrere Perfomane.SETs unterhalte, die je Spielweise und andere Gegebenheiten innerhalb weniger "Lade Sekunden" untereinander austauschbar sind.
So habe ich mir für die hier beschriebene Arbeitsweise mit AUTO PERFORMANCE SELEKT die einzelnen Performances nicht in einzelne Genre gebundene Bänke gespeichert, sondern reihenweise (also waagerecht) auf unterschiedliche Bänke verteilt.
Das habe ich - schon vor Jahren so von Kollege Alfred aus Siebenhirten erfunden und kundgetan - aus dem WWW übernommen...
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und so denke ich, man kann erkennen, worauf es ankommt. So kann ich durch die Anwahl aus unterschiedlichen Bänken je Musikstück eine Auswahl gleich mehrerer "gleichgesinnter" Performances treffen.
Lediglich die visuelle Erscheinung der einzelnen Bänke dürfte hier für einige Korg Kunden eine (zu) hohe, seelische Überwindungskraft erfordern:
"Eine Gitarre in die Accordionbank ?!? Das geht garnicht !!! Das wäre Korg und seinem Moderator im Forum aber gar nicht recht !!"
Und so hatte Kollege Alfred aus Siebenhirten im WWW auch dafür schon den passenden Vorschlag, so oder ähnlich jedenfalls........