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Wer diese Werkstatt zum ersten mal betritt, sollte unbedingt hier ein Vorwort lesen !
Vorbereitung zu diesem Workshop
Ehe wir mit der eigentlichen Erstellung unseres ersten Styles beginnen können, ist es erforderlich, innerhalb unseres dabei benutzten Equipments in einigen Bereichen für gleiche Voraussetzungen zu sorgen. Die selben wären da wohl der Idealzustand, sind aber aus verständlichen Gründen nicht möglich.
Und es wird auch nicht ausreichen, die hier aufgezählten Features nur zu besitzen oder auch in kürzester Zeit zu beschaffen. Man sollte mit ihrer Bedienung vertraut sein und wissen, was unter bestimmten, diesbezüglichen Begriffen zu verstehen ist.
 
Tasten wir uns heran:
Schon seit es möglich ist, Styles in einem dem Keyboard zugehörigen Editor zu erstellen, gehe ich dabei den indirekten Weg über ein „Midi-Sequenzer“ Programm, ehemals im Atari ST, heute im PC installiert.
Anfänglich wurde da tatsächlich noch Element für Element nach Fertigstellung im PC abgespielt und dabei gleichzeitig - durch Midi-Clock synchronisiert - im Keyboard Editor aufgezeichnet.
Dabei mussten dann gleich mehrere Faktoren berücksichtigt, eingehalten und auch nachgearbeitet werden, die man heutzutage glücklicherweise vergessen kann.
Mittlerweile ist es ganz normal, einzelne, mehrere oder sogar alle Elemente eines Styles als Midifile in den Editor des Keyboards direkt als Datei zu importieren.
Einige Besitzer eines Pa4X sind der Meinung, diese „Midi to Style“ Konvertierung sei erst seit Markteinführung dieses Keyboards möglich. In gewisser Weise ist das sogar so, wobei die Ergebnisse solcher Konvertierungen nun wieder von Faktoren beeinflusst sind, die man laut oben ja vergessen können sollte. Von „unbrauchbar“ bis „jo, ganz gut!“ ist deshalb auch in Nutzerkreisen die Rede.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass, wenn man ein Midifile so erstellt, wie wir dies in diesem Workshop tun werden, dieser „Konverter“ stylemäßig auch sehr gute Ergebnisse abliefern würde. Nur braucht ihn dann kein Mensch mehr, weil, den Style Editor alter Schule gibt‘s ja schon seit Urzeiten. Warum sollte man den ersetzen, wenn der Löwenanteil eines Styles eh im Midi Sequenzer des PC‘s (ohne unberechenbaren Automatismus) erstellt wird ?
Und das Programm, welches wir da brauchen muss nicht mal zu den modernsten gehören. Meines beispielsweise habe ich noch mit D-Mark bezahlt und es lief zum ersten Mal bei mir unter Windows 98, kein Witz. Dass es dies bis heute immer noch unter Windows 7 tut, war fast schon aufwendiger zu bewerkstelligen, als ein schwieriges Midifile damit zu erstellen.
Darf ich vorstellen: CUBASIS VST 5, Kaufhaus Version, mit Seriennummer, also ohne Dongle, damals 35,- DM. >>>>>>>>
Die meisten Funktionen dieses Programms, vor allem die, die irgendwas mit der "Audio-Ebene" zu tun haben, sind bei mir deaktiviert. Aufwendige, moderne DAW-Programme mit allen Finessen sind unserem Vorhaben eher hinderlich und sollten, wenn möglich, auf reine Midifile Bedürfnisse herunter getaktet werden. Daher ist unter Umständen ein über die Grundfunktionen verfügendes, kostenloses Midi-Sequenzer-Programm aus den Weiten des WWW besser geeignet als irgendein Superprogramm mit allem PiPaPo !
Und es ist nicht mal unbedingt notwenig, dass PC und Keyboard während der Style-Erstellung miteinander verbunden sind. Bewegen wir uns ausschließlich in der GM-Soundebene, reicht die PC Soundkarte voll aus. 
Die endgültige Soundbestimmung wird dann erst vor Abschluss im Pa-Keyboard vollzogen. Für mich stellt das allerdings nur eine Notlösung dar. Stellen wir also lieber die Verbindung her.
Dazu benötigen wir nur ein handelsübliches USB-Kabel und natürlich die entsprechende Treiber Software, die ja von Korg mitgeliefert wurde und im PC zu installieren ist.
<<<<  Und so oder ähnlich wird oder sollte sich ein ganz normales MIDI-Sequenzer Programm auf dem PC .............Monitor darstellen, wenn wir mit dem Erstellen unseres ersten Styles schon bald beginnen !

VORWORT
Wieviele Töne braucht es für einen vollständigen Akkord?        Wie werden diese Töne bezeichnet?
Welcher dieser Töne muss verändert werden, um aus einem Dur- einen Moll Akkord zu formen?
Was sind Akkord Umkehrungen?
Welchen Ton, welche Töne muss man einem vollständigen Akkord zufügen, will man diese gespenstisch anmutenden Harmoniegebilde mancher Notenvorlagen nachspielen .....?
Kurz: Harmonie Lehre !?
 
Ich selbst kenne Kollegen und Freunde der Musik, die von alldem keinen blassen Schimmer haben, einem Keyboard aber trotzdem schwerste Musikstücke zu einem wahren Ohrenschmaus entlocken, die innerhalb einer Band Piano Solos ad.lib abfeuern, dass sich einem vor Wonne die Haare aufstellen.
Ich kenne aber auch einen, dem muss man selbst die Töne des deutschen Martinshorns notieren. Dafür spielt er dann aber alle auf einem Notenblatt festgehaltene Musikstücke auf Anhieb, selbst inklusive dem berühmten Fliegenschiss.....
 
Egal, welcher „Musiker Gattung“ dieser zwei Kategorien oder auch irgendwo dazwischen jemand sich nun zurechnet:
über das Erkennen und Verstehen eingangs beschriebener „Akkord und Harmonie Zusammenhänge“ muss derjenige verfügen, der nicht nur mit den Styles eines Arranger Keyboards spielen, sondern der auch solche Styles selbst erstellen möchte.
 
Doch reicht dieses Wissen allein beileibe nicht aus, sich beherzt der Style Erstellung zuwenden zu können.
Häufig beschreibe ich die Begleitautomatik eines Keyboards als die „Simulation einer Gruppe mehrerer zusammen spielender Musiker“.
Im Gegensatz zum „Midifile“ wird die Spielweise - so z.B. Harmonieabfolge, Tempo, Arrangement - dieser Begleitband jedoch durch die Nutzung von Styles in Echtzeit gesteuert.
Der Keyboardspieler an einem Korg Pa-Keyboard muss dazu den STYLE PLAY MODUS einschalten und kann dann unter mehreren hundert Styles einen für sein angedachtes Musikstück aussuchen. Mit dem richtigen Tempo, den richtigen Akkorden und der richtig gespielten Melodie kommt dann ein von einer Person gespieltes Lied aus den Lautsprechern, das sich anhört, als spielte da Hansi Last mit all seinen Mannen.
Und damit das so ist, muss der Keyboardspieler nur Keyboard spielen können. Styles dafür findet er zuhauf direkt im Keyboard selbst, über den Zukauf beim Händler oder auch ganz gratis, so z.B. in „Elmars Music Pool, Stöberkiste für KORG pa Spieler“.
Aber vielleicht, spätestens dann, wenn er auch dort keinen passenden Style für ein bestimmtes Musikstück findet, regt sich bei ihm der Wunsch, sich den Style für dieses bestimmte Musikstück eben selbst zu bauen.
 
Also frisch ans Werk:
Taster RECORD gedrückt, richtige Abteilung ausgewählt, mit Staunen festgestellt, was es hier alles zu sehen gibt, hie und da zaghaft gedrückt, uuuups, längere Zeit den Ausgang gesucht, endlich gefunden, .........lieber ein anderes Lied...........
So oder ähnlich spielt sich für einen Keyboardspieler oft der erste (und dann häufig auch letzte) Besuch im Style-Editor seines Keyboards ab.
Dabei weiß man über die Verhältnisse ganz oben bestens Bescheid. Aber wie war das da eben im Editor? Waren da nicht schon alle Spuren eines Styles im ersten Bild zu sehen?
Wo und wie soll man da nun was eingeben oder aufnehmen?
 
Überhaupt:
welche Art von Style soll es werden? Soll es ein Titelbezogener oder Universal Style sein usw., usw..........!?
Bedeutet einfach nur, dass schon vor der eigentlichen Style Erstellung ein musikalisches, technisches und - auf eine ganz bestimmte Art - logistisches Grundgerüst für einen Style durch den Kopf des Erstellers geistern sollte.
Vordergründig dabei meist: wie soll die Instrumentierung des Styles aussehen, vielleicht die klassische Pop/Beatband?
 
Und da sind wir an der größten, für viele „normale“ Keyboardspieler unüberwindbaren Hürde beim Einstieg in die Style Erstellung angekommen:
Was spielt der Schlagzeuger, was spielt der Bassist, was im einzelnen spielen die Gitarren, überhaupt, was spielt wer an welcher Stelle?
 
Zusammengefasst:
Erfahrungen mit unterschiedlichen Rhythmustechniken, Akkord Zusammenhänge…........
Erfahrungen mit Midi Sequenzer, Pattern orientierter Midifile Erstellung…............
Erfahrungen im Arrangieren von Musikstücken, Liedaufbau (Vers, Strophe, Refrain, Bridges, usw)…......
Erfahrungen und Grundkenntnisse mit und über Musikinstrumente ….........
Erfahrungen mit Musik Notation (dabei muss man nicht vom Blatt spielen können)…........
…... sind die Grundvoraussetzung, um sich mit der Erstellung von Styles zu befassen.
Wenn es hier schon klemmt, braucht man den Style Editor gar nicht erst zu öffnen.
 
Andererseits nützen diese Erfahrungen rein gar nichts, kennt man nicht die Struktur der Begleitautomatik im jeweiligen Keyboard, und da gibt es wesentliche Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern.
 
Und endlich mal auch ein Lichtblick: braucht man ohne oben erläutertes Wissen gar nicht erst anzufangen, so kann sich einem zumindest die Stylestruktur  durch „learning by doing“  erschließen.
Wobei ich es in dieser Beziehung als Style Ersteller der ersten Stunde wesentlich einfacher hatte, so simpel, wie die Styles damals gebaut waren, überhaupt, gebaut werden konnten.
An dieser Stelle sollte ich auch mal erwähnen, dass ich selbst bis heute auch noch nicht alle Möglichkeiten der Korgschen Begleitautomatik ausschöpfe...
Jedenfalls gibt es heutzutage ein klein wenig mehr zu beachten und in der Planung zu berücksichtigen als früher. Darum ist es auch von Vorteil, wenn man schon beim Erstellen eines Style Elements weiß, wie sich dieses später beim Spielen verhält.
 
Lange Rede kurzer Sinn, wenn es um das reine Arbeiten in der Style Record Ebene eines Pa-Keyboards geht, also oben beschriebenes Grundwissen vorhanden ist, steht der Teilnahme an einem Workshop diesbezüglich nichts im Wege. So habe ich es einem lieben Leser meiner Seite versprochen, versuchen wir‘s.......bis bald.......
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