Zu diesem Thema sind bisher 10 Meinungen eingegangen
Neben der "Sound und Betriebssystem Software" XMS für Korgs pa3X (einst für alle Korg pa-Modelle angekündigt) bastelte die Firma Deebach auch jahrelang an einem für den professionellen Bereich ausgerichteten Keyboard. Dieses Keyboard ist nun unter dem Namen MAX LIVE so weit fertig gestellt, wie damals die Super Orgel Xanadu aus gleichem Haus. Im Gegensatz zu dieser beabsichtigt Deebach nunmehr den MAX LIVE tatsächlich auszuliefern, und zwar im August! Angesichts der langen Vorlaufzeit und den dabei abgegebenen Zwischenberichten wurde auf die Angabe einer Jahreszahl seitens Deebach verzichtet.
Wie dem auch sei, MAX gab tatsächlich schon recht schöne Töne von sich. Ob dies in Verbindung mit "dem Rest" tatsächlich schon als professionelle Einheit anzusehen ist, kann man hier erfahren und/oder selbst darlegen......

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10.) Micha E schrieb am 05.05.2015 (01:14)
Hallo Michel,
ich glaube, Deine Zweifel sind berechtigt !
 
Da das MAX ja vermutlich (weitestgehend) technisch identisch mit dem Fame G2000 bzw. dem Original Medeli A1000 und der türkischen Version Medeli Dante TR (dies übrigens auch mit anderen, also türkischen Voices und ich glaube auch Styles - es geht also auch schon bisher und ohne Deebach) ist, muß ich Dir sagen, daß das G2000 offensichtlich ein eigenes Styleformat verwendet, es keine zusätzlichen Styles gibt (was auch nicht wirklich zu erwarten ist), Fremdstyles sich nicht laden lassen und mit der mitgelieferten GrandSuite-Software entgegen deren Bewerbung auch Fremdstyles nicht oder wenn dann nur sehr sehr umständlich in das G2000-Format konvertiert werden können.
Wir haben im G2000-Forum keine schlüssige Lösung für das Umwandeln von Fremdstyles gefunden.
Einzig aus bereits im Gerät vorhandenen Stylelementen lassen sich mit Einschränkungen neue Styles zusammenstellen, also kombinieren sowie dann als UserStyles (maximal 500 Speicherplätze) abspeichern und auch auf USB auslagern/sichern.
Mir persönlich ist das aber zu viel Aufwand für das am Ende eingeschränkte Ergebnis und ich nutze das G2000 ohnehin nur als Zweit- und Reservegerät. Es wird also bei den 240 (nicht ca. 280 !) Werksstyles bleiben, die ich zugegebenermaßen aber tatsächlich nicht ganz schlecht finde - in Anbetracht des geringen Gerätepreises von aktuell nur 299 Euro.
 
Es gibt auch für die Voices ein paar wenige Editierfunktionen und bearbeitete Voices lassen sich ebenfalls abspeichern und sichern.
Veränderungen der Rotorspeed oder Effekte, die dann so ähnlich klingen, sind mir allerdings nicht gelungen.
Auch kann man bis zu 500 Performances speichern. Die Performances speichern aber z.B. nicht den Status der Intros, so daß man diese immer extra anwählen muß.
Die OTS lassen sich nicht transponieren und sind m.E. auch dadurch nur eingeschränkt nutzbar.
In den OTS lassen sich auch keine UserVoices einsetzen.
Die einzelnen Parts kann man nur jeweils eine Stufe hoch- und runteroktavieren.
Den beiden Reglern lassen sich wenige weitere Funktionen zuordnen. Viele Funktionen des Gerätes sind aber meiner Meinung nach unausgereift.
Dietmar Delissen hat ja als Mitglied im G2000-Forum vermutlich immer mitgelesen und vielleicht ist es ihm ja gelungen, für das MAX beim Hersteller Verbesserungen des Betriebssystemes durchzusetzen.
Im Forum ist aber davon nichts angekommen. Leider - oder eigentlich logisch ...
Auf der Produktseite im MusicStore kann man sich eine (allerdings recht dürftige) deutschsprachige Bedienungsanleitung des G2000 herunter laden. Das G2000 wird dort aber bereits als Auslaufmodell gehandelt und das Original gibt es hierzulande ja schon längere Zeit nicht mehr.
 
Musikalische Grüße
Micha E
 

9.) Michel schrieb am 03.05.2015 (14:27)
Hallo hallo,
hier meine Five Cents zum Thema Deebach Max.
Gut klingen tut das Teil ja und 833€ sind natürlich echt mal ein guter Preis, wenn gleich mir oft der Gedanke "billig" durch den Kopf schiesst. Wenn jemand für ein 833€ Teil so einen Aufwand betreibt, als sei das Rad neu erfunden, bekomme ich leichte Zweifel.

Zweifelsohne ist der Vorführer ein guter Musiker, aber was mit fehlte ist die Info welche Styles (Format??) kann ich eventuell dazu laden, geht das überhaupt, wo kann ich Styles kaufen oder kann ich sie gar selbst erstellen, und sei es nur in dem ich einzelne Tracks vorhandener Styles kopiere. Denn mit den vorgeführten Rythmen kann ich bei meinen Auftritten nur selten was reissen, höchstens zur Essenszeit.

Welche Editiermöglichkeiten habe ich? Die Livefunktionen die gezeigt wurden sind zweifelsohne klasse, aber keiner geht auf die Bühne, ohne einen Song vorher gespielt und eingestellt zu haben.
Also spielt niemand ( ich spreche als Alleinunterhalter) im Livebetrieb an irgendwelchen Hüll und Hallkurven rum. Das wirkt nur bei einer Vorführung interessant.

Über das heutige Problem der Fills (Stichwort Autofill) habe ich nun gar nichts erfahren. Wie ist das geregelt?
Da bleibe ich lieber bei meinem Korg, auch wenn es nur ein PA600 ist, und erfreue mich dann noch an meinem guten alten Roland Em2000, welches nach em Einbau eines anderen ZIP Laufwerkes wieder funktioniert.
Und vielleicht bekomme ich das teilweise defekte Display auch wieder hin.
LG
Michel

  

8.) siebenhirter schrieb am 02.05.2015 (13:43)
Hallo,
habe mir auch das Video angesehen.
Mit dem Select und Controller-Knob (Drehregler) des MAX hat man für selektierte Tracks einige Parameter im Direktzugriff, wie
Volume, Pan, Reverb level, Chorus level, Envelope Attack, Envelope Release, Cutoff, Resonance, EQ LOW, EQ LOW MID, EQ HIGH MID, EQ HIGH, ARP GAE, ARP VELOCITY, ARP RESO, TEMPO.
 
Im Demo ist erkennbar, daß der Vorführer - welcher den Aufbau seiner Sounds natürlich am Besten kennt - davon reichlich Gebrauch macht.
Das sind aber keine Features, welche am A1000/G2000 nicht auch vorhanden wären - wie Rotorspeed zu ändern.
 
Beschäftigt man sich mit Sound-Edit, findet man - zB bei Pa-Keyboards über Easy-Edit - mehrere verschiedene Möglichkeiten zur Soundgestaltung - also auch Rotospeed nicht ausschließlich über den Sauthor-does-not-allow-links Roto-Effektes zu steuern.
 
Die übertriebenen Werbebotschaften kann man ignoieren -
MAX ist mE ein A1000/G2000-Medeli/Fame und es wurden daran keine wesentliche Änderungen der Hardware oder Software vorgenommen, sondern die Sounds durch bessere Sounds ersetzt.
 
Ein geänderter Willkommensbildschirm und Speichererweiterungen sind keine der großartig angekündigten Eigenentwicklung -
die Sounds wurden getauscht, das Keyboard ist das gleiche geblieben.
 
Herzliche Grüße
PS: Betreffend "nachträglich gerne solche Sounds eingebaut" gibt es zB Pa3X-VintageOrgans von Anthony Sharmann (wavesart.eu) um ca 120 Euro.

  

7.) Bernd schrieb am 30.04.2015 (19:41)
Hallo Elmar
 
Ich habe mir das Video von der Vorführung des Deebach MAX aufmerksam angesehen.
Die Klänge (oder Sounds?) haben mir gut gefallen.
Ich hätte gerne einige davon in meinem Pa3xM nachträglich "eingebaut" und damit das Key aufgewertet.
So ähnlich wie das für die Tyrösser angeboten wird. Diese Möglichkeit besteht leider nicht.
Und das gesamte Key "auf den Rücken schmeissen"? Ist nicht mein Ding.
Da steckt schon so viel Arbeit drin. Ich denke, das werden alle hier verstehen, denn viele Leser von Elmars HP haben schon mehrere Keyboards gespielt.
Ich persönlich denke da noch öfter an das G1000 von Roland zurück. Das war zu SEINER Zeit eine Wahnsinnskiste mit vielen Möglichkeiten. Dann flachte Roland ab, aber das ist hier schon ausführlich dokumentiert.
Das MAX ist für mich keine Option. Warum?
Wenn ich hier meinen Pa3XM ansehe und dann das MAX......
Kein Vergleich, auch man wenn den Preis berücksichtigt.
 
Freundliche Grüsse von Bernd aus Berlin

   

6.) Micha E schrieb am 30.04.2015 (03:33)
Hallo, an alle Leser,
 
während der MusicStore offensichtlich das Fame G2000 aus dem Programm nimmt, und das Original von Medeli hierzulande ja schon längere Zeit nicht mehr zu bekommen ist, will die Firma Deebach nun ihre Version am Markt positionieren. Sie waren damit ja bereits auf der Musikmesse in Frankfurt am Main und nun am vergangenen Wochenende zum Technicsforum-Musikertreffen bei Erfurt.
Während ich von der Musikmesse nur eine einzige Erwähnung des MAX bei amazona.de gefunden habe, gibt es vom Musikertreffen nun ein fast einstündiges Video der dortigen Präsentation durch den Firmeninhaber.
 
Ich habe für das Präsentations-Video der Firma Deebach vorhin weit über 2 Stunden gebraucht - immer wieder angehalten und an meinem G2000 gegenprobiert …
 
Die Hardware ist doch augenscheinlich völlig unverändert (außer den auffälligen Deebach MAX Aufklebern/Beschriftungen), also keine Neuentwicklung !?
Ein paar zusätzliche Möglichkeiten sind mir aufgefallen, die am G2000 so offensichtlich wohl nicht vorhanden sind. Z.B. läßt sich am G2000 die Rotorspeed für Orgelsounds nicht verändern, weder mit den beiden Drehreglern (wie in der Präsentation gesehen) noch in anderer Weise. Wir hatten dies im G2000-Forum sogar mal zum Thema. Leider hatte sich Forum-Mitglied "Musikus Dee" (Dietmar Delissen) dazu nicht geäußert – wie überhaupt nur selten dort im Forum ...
Im Video hatte ich mehrfach den Eindruck, daß die Möglichkeiten zur Klangbeeinflussung insbesondere mittels den beiden Reglern erweitert wurden.
Aber man muß genau aufpassen ob es nicht doch nur die am G2000 auch schon vorhandenen Möglichkeiten waren, insbesondere Volume-, EQ- und Hüllkurveneinstellungen (Attack und Release) sowie Filtereinstellungen (Cutoff und Resonance).
Reverb und Chorus sind am G2000 ja auch vorhanden und lassen sich den Drehreglern zuweisen, genauso wie EQ-, Arpeggiator- und Tempo-Einstellungen.
Ich meine aber auch Klänge gehört zu haben, die ich an meinem G2000 nicht gefunden habe.
Also die Preset-Voices scheinen ausgetauscht oder mindestens erweitert worden zu sein – es sei denn, dies kam alles aus dem auch am G2000 vorhandenen User- oder USB-Speicher, das ist ja im Video nicht erkennbar.
Nach meiner Ansicht waren die präsentierten Styles an sich unverändert zum G2000, möglicherweise eben mit geänderten Voices und mit den auch am G2000 vorhandenen Möglichkeiten bearbeitet.
Auch das läßt sich bei so einer Videoaufnahme ja nicht so ohne weiteres beurteilen. Die abgespielte Voicedemo ist jedenfalls von der Melodie her identisch mit dem G2000. Dann ist mir aufgefallen, daß die Lautstärke über die PA mit dem Volume-Schieberegler verändert wurde. Das geht am G2000 aber mit dem Lineausgang nicht, denn der hat (bei mir jedenfalls) einen festen und vom Schieberegler unabhängigen Pegel (was ich gut finde). Möglicherweise war die PA bei der Präsentation ja über den Kopfhörerausgang angeschlossen, das kann man ja leider auch nicht sehen. Aber wer verwendet denn zum Anschluß einer PA den (vorn befindlichen) Kopfhörer-Ausgang, wenn auch ein Stereo-LineOut zur Verfügung steht ?
 
Fazit: Mir persönlich erscheint das MAX nicht so viel besser als das G2000 und ich würde dafür nicht 534 Euro mehr ausgeben als aktuell für das Fame ! Das ist ja immerhin fast das dreifache. Und mir erscheint nach allem was ich im Video gesehen habe und was bei deebach.de zu sehen und zu lesen ist auch das MAX keinesfalls als ein Profiinstrument !
 
Anerkennend muß ich aber sagen, daß Dietmar Delissen sein musikalisches Handwerk unbestritten beherrscht !
Aber andererseits - und nun entschuldigen Sie bitte Herr Delissen - Zitate aus der Präsentation:
"Das MAX ist ein völlig neu konzipiertes Keyboard, das ICH persönlich entwickelt und programmiert habe, mit einem Hersteller zusammen, der eine GEWISSE Hardware liefert und wir machen die Software und den Rest dazu …"
und dann fast am Ende der Präsentation nochmal
"…Musik machen, und das ist eigentlich der Punkt, warum ICH dieses Instrument entwickelt habe, denn ICH hab' 25 oder 30 Jahre nach einem Instrument gesucht, das funktioniert auf der Bühne und ICH hab' einfach kein's kaufen können, ICH mußte ein's entwickeln …"
(und den dann noch folgenden Quatsch spare ich mir hier) – das ist doch ein bißchen sehr hochgestapelt, oder ?
 
Spätestens an dieser Stelle hätte ICH nicht mehr geklatscht und wäre vermutlich gegangen !!!
So etwas sagt man nicht einfach nur aus Versehen und unüberlegt dahin !
Und schon gar nicht, wenn mehrere Kameras auf mich gerichtet sind. Dafür fehlt MIR jegliches Verständnis …
Musikalische Grüße

    

5.) siebenhirter schrieb am 29.04.2015 (01:49)
Hallo,
auch meine Meinung zu MAX Live von Deebach:
Man versucht seit Jahren die mit Sorgfalt erstellten Sounds zu vermarkten. Um sich nicht mit Copyright-Problemen zu belasten, versucht man Kunden an sich zu binden, indem man diese Sounds mit Systemsoftware verpackt und diese im Paket verkauft.
 
Neben den seit Jahren fertigen Sounds verursacht vor allem die Erstellung der Systemsoftware einigen Aufwand. Mit entsprechenden Vorkenntnissen - wie man zB bestimmte Processortypen programmiert - läßt sich auch dies bewerkstelligen, sodaß man einmal entwickelten Software-Code nicht jedesmal neu erfinden und schreiben muß, sondern Module mit geringfügigen maschinenspezifischen Anpassungen immer wieder, bzw nur durch Bestücken mit unterschiedlichen Parametern an unterschiedlichen Maschinen verwenden kann.
 
Die Soundqualität ist sicher in Ordnung, aber mit den jeweils verlauteten Werbebotschaften versucht man offensichtlich schon wieder die Kunden für dumm zu verkaufen, wie "die mit der neuen Software ausgestatteten Keyboards hätten mit dem Ausgangsprodukt nahezu nichts mehr zu tun";
die Hardware ändert sich - falls überhaupt - aber nur geringfügig. "MAX sei weder mit A1000 noch mit G2000 vergleichbar"; das ist ungefähr so, als wenn ich im PC die Betriebssysteme tausche (WinXP gegen Windows7).
 
Den Mehrpreis/Aufpreis für Keyboards, welche mit Deebach-Sounds bestückt werden, zahlt man für die Sounds. Aber wie man auch immer die dahinterliegenden Techniken in der Werbung bezeichnet, verbirgt sich dahinter nichts großartiges Neues, sondern eben sorgfältiger erstellte Sounds als jene, mit welchem das Gerät ursprünglich ausgestattet war.
Weitgehend geänderte Hardware, ein auf Chips beruhendes System, hardwareseitig vorliegende Sounds - das ist Unsinn!
Die Rechnung ist einfach: 300 Euro Hardware + 500 Euro für Software = Konkurrent für Keyboards der Mittelklasse, anhören, testen und großkotzige, übertriebene Werbeaussagen ignorieren.
Herzliche Grüße

   

4.) Micha E schrieb am 28.04.2015 (20:10)
Auch meinerseits noch eine Ergänzung:
 
Alles was ich bei Deebach zum MAX lese deckt sich bis auf die Anzahl der Voices mit den Angaben zu meinem Fame G2000 bzw. dem Medeli A1000. Und das Musikhaus am Rhein hatte das G2000 ursprünglich auch mit 928 Klängen angegeben, also nicht viel weniger als ca. 1000. Aber es sind 672 inclusive 256 GM und nicht zuzüglich.
 
Mein G2000 benötigt genau 33 Sekunden bis zum ersten möglichen Ton, also nur wenig mehr als ca. 25 Sekunden.
Medeli.com tituliert seine Klangerzeugung mit
"MIST Synth = Multiple IC Synchronized Technology" und
"MARS Technology = Massive-vector Advanced Realistic Synthesize".

 
Könnte es sein, daß sich hinter "IC" = "integrierter Schaltkreis" verbirgt, also Hardware ? ...
Auf allen Bildern bei Deebach sieht das MAX, soweit erkennbar, genauso aus wie das G2000, bis hin zu den Beschriftungen auch der Klanggruppentaster und die Hintergrund-Display-Darstellung sowie die Nummerierung der darauf abgebildeten Einzelklänge. Und sorry, aber mindestens hier sollten doch nun mal erkennbare Abweichungen sein - wenn ich ein neues und besseres Produkt bewerbe, dann nehme ich doch auch meine eigenen Bilder ...

 
Und ein Profigerät ist das G2000 mit Sicherheit nicht, wie gesagt selbst für mich nur ein Ersatz- und Zweitgerät und ich bin bislang alles andere als ein Keyboard-Profi ...
Nun, wir könnten hier wahrscheinlich noch lange lamentieren, warten wir doch einfach, bis irgendwann das MAX erscheint und erste Userberichte kommen ... wenn wir soviel Zeit haben ...

  

3.) Georg Brandtner schrieb am 28.04.2015 (16:55)
Vielleicht noch ein Ergänzung zu dem MAX.
 
Nach den Angaben von Deebach hat man wohl die Hardware weitgehend verändert. Es soll sich nämlich - und das wurde besonders hervorgehoben - um ein auf Chips beruhendes System handeln, bei dem die Sounds nicht softwareseitig, sondern eben hardwareseitig vorliegen ( ich hoffe ich habe das als technischer Laie jetzt nicht völlig falsch verstanden oder zu dumm ausgedrückt ). Das habe dann entsprechende Vorteile wie z.B. ein sehr schnelles Starten des Systems und besseres Ansprechen der Sounds.
 
Das gilt natürlich für das XMS-System nicht.

  

2.) Micha E schrieb am 28.04.2015 (12:33)
Weihnachten 2014 habe ich mir für 299 Euro das Fame G2000 geschenkt, das baugleich mit dem Original Medeli A1000 ist und das die Firma Deebach ja als Basis für das MAX verwendet.
Ich habe mir das Gerät gekauft, um es einerseits als Reserve/Notkey immer zusätzlich im Auto dabei zu haben (auch ein Pa3x kann ja mal kaputt gehen - aber hoffentlich nicht) und es andererseits schnell und ohne viel Aufwand mal überall mit hinnehmen zu können (das ist ja mit dem 76er Pa und ohne eingebaute Lautsprecher usw. immer etwas umständlicher).
 
Ich muß sagen, daß das G2000 für den geforderten Preis absolut in Ordnung ist, auch wenn einige beworbene Möglichkeiten nicht oder nur schlecht funktionieren und mich somit enttäuscht haben (z.B. kann man die OTS nicht transponieren und dort keine Uservoices einsetzen, die mitgelieferte Software ist für'n A...., man kann damit auch keine Fremd-Styles konvertieren oder nur sehr sehr umständlich ...).
Die vorhandenen 240 Styles sind als Grundlage recht gut verwendbar (ich habe für jeden Titel etwas brauchbares gefunden) und bei einer Handvoll Intros/Endings hört man sogar das Original. Die Voices sind teils nur mäßig und vermutlich von recht wenigen und nicht besonders guten Samples abgeleitet. Viele klingen auch sehr ähnlich. Die Tastatur finde ich allerdings angenehmer und akzentuierter zu spielen als die einfachen Korg-Tasten (Pa600/900/Krome/King etc.) und meine klappert auch nicht besonders.
Alles in allem habe ich den Kauf bisher nicht bereut - ein Korg Pa900 war mir für diesen einfachen Zweck zu überteuert und ich konnte mich beim mehrfachen Probespielen nicht mit den Tasten anfreunden.
 
Aber als Basis für das selbst hochgelobte Deebach-XMS-System - da kann ich nur sagen "Gute Nacht".
Wer sein "revolutionäres" Soundsystem so hoch anpreist und damit ja die Profis unter den Musikern ansprechen möchte, der muß damit definitiv auch eine bessere Hardware anbieten !
Das Gerät ist und bleibt ein NoName mit dem entsprechend schlechten Service und es ist (bisher) völlig unausgereift.
Vermutlich nicht umsonst nimmt der MS seinen Brand gerade wieder aus dem Programm (Ausverkauf und ggw. auch keine anderen Fame-Keys mehr).
Wenn Deebach mit dem Hersteller Medeli zusammen nicht ganz doll am Betriebssystem gearbeitet hat (was ich mir nicht vorstellen kann, denn die technischen Angaben sind gleich geblieben und die Hardware ist ja mindestens äußerlich unverändert und vermutlich wird auch der Samplespeicher nicht größer sein) dann kann das m.E. nichts werden.
Wie hier und anderswo schon oft gesagt, viel Wind und sonst nichts.
Musikus Dee ist ja Mitglied im G2000-Forum und liest dort bestimmt auch regelmäßig mit, also wird er auch wissen, was er mit seinem MAX hat (bzw. nicht hat). Wir werden es sehen ... oder eben nicht ...
 
Und bei seiner eigenen Präsentation (wirklich gute) Mitbewerber mies machen - das geht gar nicht !
Ich fühl' mich mit meinem Werks-Pa3x76Musikant noch nicht reif für's Altersheim ...
Musikalische Grüße
Micha E

1.) Georg Brandtner schrieb am 28.04.2015 (9:45)
Nun wurde ja in Elxleben das MAX von Deebach und auch die XMS Variante für das PA 3 X vorgeführt.
 
Das MAX macht rein optisch nicht so wirklich viel her, aber das kann man wohl bei der Preislage des Ausgangsgeräts auch nicht erwarten. Wenn man relativ dicht dran saß, störte ein Tastatur mit lautem Klappern.
 
Die Sounds klingen aber für ein Keyboard in der angestrebten Preislage wirklich gut. Mir ganz persönlich scheint das aber noch nicht so richtig ausgereift zu sein, weil vor allem nur wenige Styles in eher Basisversionen vorliegen. Solange ein Könner das spielt, wie der Vorführer, mag das angehen, aber für den potenziellen Kunden ist das eher nicht ausreichend. Ich fand auch auffällig, dass man sich am Abend beim allgemeinen Musikmachen nicht beteiligt hat und somit auch keine Gelegenheit bestand, es einmal im Ernstfalleinsatz zu hören.
 
Was das System für das PA 3 X anbetrifft, kann ich für mich persönlich nur feststellen, dass es zwar gut klingt, aber nach meinem persönlichen Eindruck nun nicht so deutlich besser oder überzeugender, als dass ich erwägen würde, ca. € 800 für ein neues Soundsystem auszugeben. Das mag aber auch an den etwas ungünstigen akustischen Verhältnissen gelegen haben. Ich habe jedenfalls nach dem derzeitigen Stand so meine zweifel, ob das wirklich eine signifikante Verbesserung ist.
 
Für mich unbeantwortet blieb meine Frage, wieviel Aufwand denn erforderlich sei, die Styles nach dem Auswechseln der Sounds wieder zum Klingen zu bringen. Ich kann mit kaum vorstellen, dass ein Style, der mit bestimmten Sounds abgemischt ist, so ohne Weiteres klingt, wenn man " nur" die Sounds auswechselt. Da war die Auskunft eher wage. Man habe aber einen großen Teil bereits angepasst. Man sei aber optimistisch, dass dies bei den meisten Styles keine Probleme (Arbeit) mache.
 
Nach den Informationen dort läuft zwar die Software auch für die anderen PA Keyboards. Nur gibt es dort Probleme, die Verschlüsselung fertig zu stellen, weshalb die Produkte nicht angeboten werden.
 
Etwas unglücklich finde ich, wenn man diese neuen Systeme mit dem Argument zu verkaufen sucht, dass alle anderen Keyboards ohnehin nicht bühnentauglich seien und das PA 3 X allenfalls für das Altersheim tauge.


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