Meist ist es die Beschaffenheit der Begleitautomatik, die bei den "Styleplayern" unter uns den Ausschlag zum Kauf eines ganz bestimmten Arranger Keyboards bestimmt, oder zumindest zum Kauf eines Geräts innerhalb einer bestimmten Modellreihe führt. User der zweiten Gruppe haben ihre Erfahrungen in Bezug auf die Styles dieser Begleitautomatik meist schon in mindestens einem Vorgänger Modell gemacht und brauchen (in der Regel) nicht zu fürchten, mit dem neuen Key die Katze im Sack zu kaufen.
Fragen über Fragen, deren Beantwortung zumindest mir dazu verhelfen könnte, mehr darüber zu erfahren, was man von UserStyles erwartet, was man noch bedienen möchte, was man überhaupt nicht braucht.
Vielleicht könnten ja einige Beiträge im "etwas anderen Forum" diesbezüglich für Aufklärung und Erleuchtung sorgen. Ich würde mich über jeden Beitrag freuen, der sich irgendwie damit befasst, wie mit den Styles der Korg Keyboards hantiert wird.
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zum ersten Beitrag

13.) Siebenhirter kann Rainer da aber noch einiges mehr über den Pa1x erzählen.......
(geschrieben am 21.Oktober 2015)
Hallo Rainer,
leider kann ich dir die Kritik nicht ersparen, die Vorzüge deines Instrumentes nicht entsprechend genutzt zu haben.
 
Das Pa1x (auch das Pa1xPro) hatte nicht nur drei abrufbare Fills, sondern war über den Fill-Mode mit zahlreichen Parameter ausgestattet. Damit war das Pa1x sogar pro Style bzw Songbook-Eintragung mit vorprogrammierbarem Autofill benutzbar und damit konnte man - wie Elmar schon erwähnte - durch die Variationen switchen.
 
Der automatisierten Vorgang pro Style/SB-Entry konnte durch Fill-Mode-Lock gesperrt werden, um jeden Style/Sb-Entry auch mit unterschiedlichen Autofills verwenden zu können.
 
"Eingefleischte" Korg-Spieler in dem Sinn gibt es bezüglich Fill-Ins gar nicht, denn die Art der Funktion ist wahlfrei, denn man muß sich mit einem Pa-Keyboard nicht festlegen, ob man die Fill-Taster im Direktzugriff benutzt oder die damit vorprogrammierte Autofill-Funktion (Fill-Mode mit Überleitung) so wie beim Roland E-80 auslöst.
 
Der fehlenden Fill-Mode - auch wenn er offensichtlich nicht von allen benutzt wurde - ist daher eine Kritik an der nunmehr in neuen Geräten fehlenden Funktion, welche sonst für vielseitige, komfortable, automatische - aber bewußt vorprogrammierte - Überleitungen vorhanden war.
Korg-Spieler kannten diese Funktion - allerdings wesentlich komfortabler und vielseitiger - lange bevor man sie als "Autofill" bezeichnete.
 
mfg siebenhirter
 

12.) Rainer aus Berlin   vergleicht die Strukturen von E-60/ Roland und Korgs Pa1X miteinander. Den Pa1X hat er noch nicht so lange.........
(geschrieben 21.Oktober 2015 )
Bei meinem Roland E-60 (technisch abgespeckt ggü. E-80) gibt es vier Varianten der Styles und ebenso viele Autofills.
Hingegen hat mein Korg Pa1X keine Autofills, sondern drei auf Tastendruck abrufbare Fills. Der dritte meist mit einer Art Pausenfunktion ("Rumms, zwo drei vier" ), was manchmal ganz nützlich ist.
Bevor ich das kennen gelernt habe, fand ich die Autofill-Funktion am Roland eigentlich ganz okay, zumal es nicht soviel Gefummel ist.
Beim Korg benötigt man ja zwei Tasten (oder Fußtasten), um eine andere Variation des Styles mit einem Fill einzuleiten.
Da muss ich angesichts der vielen Kritik das PA-900 mal im Laden antesten.
Vielleicht ist es mir vertrauter als einem "eingefleischten" Korg-Musiker, der an seine Extra-Fill-Tasten gewöhnt ist und davon verständlicherweise nicht lassen mag.
 

11.) Michel   räumt ein drohendes Missverständnis beiseite und beschreibt, wie man sich auch ohne "FILL MODE" und den FILL Tastern helfen kann...
(geschrieben 17.Oktober 2015 )
Hallo
 
@Alfred, nicht das wir uns missverstehen. Ich habe mich damit arrangiert das es so ist. Es wäre mir auch lieber ich hätte 4 Fill Taster und 4 Variationstaster.
Ich meine nur das ich mir die Styles vorher anhöre und dann die Fills so kopiere das es für mich einen passenden Style ergibt, das soll heissen:

 
ein Song besteht in der Regel aus 3 bis 4 Versen, einem Refrain und unter Umständen noch aus einer Bridge.
Die Verse kann ich in Vari1 und Vari2 spielen, die Bridge aus Vari3 und den Refrain aus Vari4.(So ist es in der Regel)
Die Übergänge dahin gestalte ich mittels den Fills.
Nun ist ja das Problem das Fill1 immer gleich ist egal ob ich nach Vari2, 3 oder 4 will. Genauso verhält es sich mit Fill2, 3 und 4.
Wenn ich also von Vari1 nach Vari2 will, drücke ich Taster Vari2 höre Fill1 und lande im Vari2. Wenn ich nun von Vari2 nach Vari4 will drücke ich Vari4 und höre Fill2.
Jetzt gefällt mir aber das Fill2 an der Stelle nicht, sondern eigentlich gefällt mir Fill3 viel besser zum Übergang von Vari2 nach Vari4. Also kopiere ich mir Fill3 zu Fill2 und habe nun 2x Fill3 am Keyboard, nämlich am Taster Vari2 und Vari3.
Jetzt gefällt mir das Break besser um von Vari4 nach Vari3 zu kommen. Hier habe ich jetzt 2 Möglichkeiten. Entweder Break und Vari 3 kurz nacheinander drücken oder das Break dem Taster Vari4 zuordnen, sprich kopieren.
So wird am Ende ein mehr oder weniger (für mich) passender Style draus, der am Ende wohl das ergibt wenn ich 4Filltaster und 4 Variationen hätte.
Und das meine ich mit, ich habe mich arrangiert.

 
In meinen Liedtexten schreibe ich dann, genau wie Elmar auf, wann ich welchen Taster zu drücken habe.
Und ich bleibe dabei, dass es saublöd ist das der Status nicht im Songbook mit gespeichert werden kann
 
LG und schönen Sonntag noch
Michel
 

10.) Siebenhirter schiebt noch ein paar Anregungen nach
(geschrieben am 17.Oktober 2015)
Hallo,
wäre es so, daß 4 Fills + Break mit je einem Tastendruck verfügbar wären, dann hätte sich die Diskussion erübrigt.
 
Am Panel kann man aber nur Variationen (bzw ein Break) direkt anwählen und ob der Übergang mit/ohne vordefiniertem Fill erfolgen soll.
Am Panel sind diese Fill-Ins nicht im Direktzugriff individuell steuerbar und nachdem der Fill-Mode fehlt, sind diese Übergänge auch nicht mit Autofill individuell pro Style steuerbar, sondern man ist an die Zuordnung Fill-Variaton gebunden.
Selbst bei Verwendung eine Fußleiste (wie dem FCB1010) fehlt der Fill-Mode, wo pro Sb-Entry, bzw pro Style die Wahl einer Variation pro Fill-In vorprogrammierbar war.
Ob der Status von Autofill im Songbook gespeichert wird oder nicht ist damit verglichen für die Eingriffs-möglichkeiten in den Style-Ablauf verhältnismäßig bedeutungslos.
 
Herzliche Grüße
Alfred
 

9.) Michel aus Neuwied  beschreibt nach seinem nostalgischen Rückblick auf vergangene „Rolandtage“, dass er mit der Stylestruktur (bezüglich FILL Ins) des pa600 bestens klar kommt... und sich im Gegensatz zu den meisten pa600 Usern „fillmäßig“ zu helfen weiß.......
(geschrieben 16.Oktober 2015 )
Hallo zusammen,

Georg und Alfred haben nochmal das Fill Problem angesprochen.

Und ich gebe zu, anfangs als ich das PA600 neu (zu Hause) hatte, war ich etwas irretiert von der Fill Struktur gegenüber meinem alten Roland EM2000.
Mittlerweile habe ich mich damit arrangiert denn genau genommen habe ich beim Roland (Fill Variation ->, oder Fill Advanced <- , sprich vor oder zurück) nur zwei Fills zur Verfügung die ich mit einem Taster drücken konnte.
Stellte ich von Advanced auf Basic um (mittels einem Taster) waren es wieder nur zwei (Fill Variation ->, oder Fill Basic<- , sprich vor oder zurück).
Man hatte sich halt an diese Vorgehensweise seitens Roland gewöhnt.

Heute habe ich 4 Fills + Break mit je einem Tastendruck zur Verfügung. Und ich kann sie zum Song passend von Fill1 nach Fill 3 kopieren oder von 4 nach 2 oder das Break nach 2. Irgendwie passt das immer. Die schicken Möglichkeiten eines PA800 habe ich natürlich nicht.

Und dann habe ich heute noch, und das ist für mich der eigentliche, viel gravierendere Nachteil, um nicht das Wort Sche....... in den Mund zu nehmen, den FILL ON / OFF Taster.
Und da macht Korg für mich einen entscheidenden Fehler das der Status des Tasters nicht im Songbook für das Lied mit abgespeichert ist. Jeder Status wie Start oder Stop ist da hinterlegt, die STS, so spielwichtige Infos wie Interpret , aber nicht der Fill ON OFF Taster. Und das lässt mich so manches mal auf ein Fill warten welches nicht kommt weil vom vorhergehenden Song der Status noch auf OFF steht. Spätestens jetzt könnte man das Wort Sch ..., aber nee lassen wir das hier bei Elmar weg. Er weiss wie ich das meine.

Seitens Korg keine Infos oder Antworten trotz einiger Anfragen. Der gute Admin des Korgforums meinte es müssten sich viele über das Problem beschweren dann würde eventuell ein Systemupdate diesbezüglich gemacht. Aber anscheinend sind Midifile Spieler doch in der Überzahl und die wissen gar nicht das es einen FILL ON OFF Taster gibt.
Heute zweifle ich, wenn ich mir das Korg Forum so ansehe, ob meine Entscheidung pro Korg nicht falsch war und ob ich nicht besser zu Yamaha gewechselt wäre.
Nicht weil die Dinger besser sind oder preiswerter, aber ich denke das ich mit Korg momentan das erlebe was ich vor 4-5 Jahren mit Roland erlebt habe , nämlich das die Lichter ausgehen und der letzte Forumseintrag schone Wochen alt ist.
Und für Stylespieler ist das generell ein echter Gau, denn bis man wieder ein vernünfiges Programm ausgearbeitet und einstudiert hat vergehen auch Wochen.

Und ob ich ein Korg 4X, 5x oder8XX brauche mit den selben Eigenschaften wie ein 3x nur mit mehr STyles und noch brillianteren Sounds ?? ist für mich einfach beantwortet.
NEIN, brauche ich nicht.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende und man liest sich
 

8.) der SIGGI aus Unterfranken  hat auch kein Verständnis für KORGs Rückbau.......
(geschrieben 15.Oktober 2015 )
Hallo Elmar
Muss mich auch mal wieder(....) melden.
Bin ja auch Style-Player und muss sagen , das selbst mein Musikpartner der großer Yammi-Fan ist neidisch auf meinem Pa800 wegen der korgschen Fill-Struktur ist.
Man ist mit den Fills im 800er doch so variabel und deshalb wundere ich mich das Korg sich in diesem Bereich in den neuen und schweineteueren Keys rückwärts entwickelt.
Ich versteh es einfach nicht!?.
(.....)
 

7.) Georg aus Hannover ist mehr oder weniger durch Zufall auf die tollen "Verarbeitungsmöglichkeiten" der FILL INs gestoßen. Ihm gefällt deshalb die "neue Entwicklung" offenbar auch nicht sooo gut......
(geschrieben bei großer Hitze am 3.Juli 2015 )
Ich hatte mir bisher die Details zum PA 4 X noch nicht näher angesehen und bin nach dem Post von Alfred doch etwas irritiert.
Vorweg....
Kritikpunkte ergeben sich natürlich immer aus der persönlichen Sicht des Verwenders, so dass das Thema des Umgangs mit FILLs niemanden wirklich interessiert, der nicht überwiegend mit Styles spielt.
Tue ich aber und deshalb wäre derzeit für mich die jetzt auch bei dem TOP-Modell hierbestehende Einschränkung für mich ein K.O.-Kriterium, auch wenn ich zurzeit nicht erwäge, überhaupt umzusteigen.
Aber nach den Anregungen und Hinweisen auf dieser Seite weiß ich die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der FILLs sehr zu schätzen.
Ich war im Nachherin froh, dass ich damals nicht das PA 600 - meine ursprüngliche Planung - sondern wegen der Lieferengpässe doch die "große Lösung" gekauft habe, weil mir zu dieser Zeit die eingeschränkte Funktionalität der FILLs so gar nicht bewußt war. Da hätte ich mich nach dem Kauf wohl schön geärgert.
#A5Darum Alfred...schöner Hinweis
 

Wie wir wissen, hat KORG seine neueren pa-Keyboards der Mittelklasse mit - gegenüber den älteren Modellen – stark abgespeckten Features ausgestattet. Einige fehlen daraus folgend dann sogar ganz. Umso mehr war das Augenmerk diesbezüglich auf das Erscheinen des neuen pa4X ausgerichtet. Was erwartet uns dort bezüglich der Begleitautomatik? Siebenhirter Alfreds erste Kontaktaufnahme zum neuen Key zeigt uns da eher düsteres auf........
 
6.) Siebenhirter Alfred aus Niederösterreich hat wieder mal die Nase vorn und berichtet über den neuen pa4X.
(geschrieben am 12.Oktober 2015)
Hallo,
es gibt endlich Manuals des Pa4x in Englisch und damit habe ich im intern. Korg-Forum bemängelt, daß ich nicht finden konnte: GroupedVirtualSliders, AutoSelectSound, Fill Mode.
*
Als Antwort erhielt ich von Paolo/Korg Italy:

GroupedStyleTrack findet man im GlobalOffset.
Die AutoSelectFunktion gibt es nicht mehr, denn es gibt ja auch keine Sound-Knöpfe mehr.
Der FillMode wurde ersetzt durch den "smarteren" AutoFill-Mode.

*
Meine diesbezügliche Kritik war:
- daß die Voreinstellung der GroupedStyleTracks im StylePlay-Menü besser als in den Globals untergebracht war.
- daß die Auto-Sound-Selection die einzige Möglichkeit zur Sound-Änderung von Baß/Drum-Spur während eines laufenden Styles war, die ohne Änderung von Style oder STS im Direktzugriff durch einen einfachen Knopfdruck möglich war.
- daß der Ersatz des Fill-Modes durch Auto-Fill-Mode nicht etwas Smartes ist, denn mit Global (Current, Target, Smart) ist keine individuelle Selektion der Variationen per Fill-Button mehr möglich.
*
User im internat. Forum bemängeln jedoch die 400MB WAV-Samples als zu gering - die funktionellen Rückschritte interessieren kaum. Zu unrecht, denn die 400MB WAV wird man vermutlich als fast grenzenlos erweiterbar durch eine Micro-SD-Card deklarieren und damit alle Wogen glätten. Die ursprünglich als Streaming angepriesene Technologie wird eben dieses Einlesen von Samples betreffen, von denen man nur die Startadressen im Direktzugriff hat, um sich damit teuren Arbeitsspeicher zu ersparen.
*
Im deutschsprachigen Korg-Forum wird man die rückschrittliche Entwicklung in der Funktionalität vermutlich nicht bemerken oder sogar als fortschrittliche Neuheit erfassen, denn mit dem Pa4x wird man Styles und Performances (ab jetzt KeyboardSets aus der KeyboardSet-Library) direkt vom USB-Stick lesen können. Damit kann man sich die sonst notwendige Überlegung, wie man den vorhandenen Speicher für Styles und Performances organisiert, erspart.
*
Nach Durchsicht des Manuals kann man feststellen, daß die rückschrittliche Entwicklung (des Styleplayers), welche mit der letzten Produktserie eingeleitet wurde, nunmehr leider auch mit dem Pa4x fortgesetzt wird.
*
Herzliche Grüße
Alfred
 
5.) Michel aus Neuwied blickt auf eine musikalische Vergangenheit zurück, die mich stark an meine eigene erinnert.
(geschrieben 6.Juli 2015 )
Hallo zusammen,
nach meinem ausgedehnten Urlaub habe ich dieses neue Thema entdeckt und möchte auch meinen Senf dazu abgeben:
Meine Erfahrungen mit internen, festverdrahteten Styles aus den 70ern und 80ern liess mich schon früh denken, das es toll wäre wenn man Drums, Bassläufe und vielleicht 2 (heute sagt mann ACC) Spuren von den Originalsongs kaufen, erstellen und einsetzen könnte.
Massgebend waren die Probleme für Songs wie z. B. "Nights in white Satin" oder "Whiter shade of pale" einen passenden Rythmus zu finden. Irgendwie gefielen mir die internen „langsamen“ Balladen nicht.
Um so überraschter war ich als ich bei einem kleinen Händler ein Korg sah, wo man mittels Disketten einen Style laden konnte.
Das war so Mitte der 90er. Und das hörte sich verdammt gut und echt an. Das erste Lied was ich hörte war Honky Tonk Woman. Klasse wie das Intro mit den Drums loslegte und die Gitarren im richtigen Moment dazukamen. Dann die erste Strophe, der Refrain. Einfach perfekt. Und es gab beim Kauf des Gerätes, 100 Styles kostenlos dazu.
Auch der Klang hat mich überzeugt. Zumindest im Laden mit einem recht guten Speakersystem.
Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, dass ich Besitzer eines Korg werden sollte. Aber es kam anders.
Bei einem anderen Händler sah ich ein Roland E86 als Vorführmodell. Und es hatte dieselben Features wie das Korg, sprich ein Diskettenlaufwerk um Styles zu laden.
Da ich zu dieser Zeit bereits ein Roland E20 besaß, blieb ich natürlich eher beim Roland als zu Korg zu wechseln.
Das Roland E86 hatte fast alles was ich mir erträumte.
1 Drumspur (ich nenne es mal so)
1 Bass
und 6 Spuren ACC1-6
Dazu 2 Intros, 2 Endings und bedingt durch die Art des Roland 4 Variationen, wobei die etwas unübersichtlicher
Basic, Basic Advanced, Basic Variation und Advanced Variation hiessen.. Das blieb auch so bei den Folgemodellen (G800, EM2000, G1000, E80, G70)
Es gab von Roland selbst unzählige Disketten
     
mit Styles für Steve Wonder Songs, Walk of Life von den Dire Straits etc.
Dazu gab es Styles von diversen Anbietern wie Hage, EMC und später einige kleinere die ihre Produkte verkauften.
Besonders angetan hatte es mir seinerzeit die Hage Styleediton, die 6 Styles pro Diskette verkauften. Der Preis lag wenn ich mich recht erinnere bei etwa 12-14 DM. Darauf waren dann Styles wie Du entschuldige i kenn di, Feelings, Proud Mary usw.
So fing ich also an diese Styles einzusetzen und mein Programm mehr und mehr auf titelbezogene Styles auszuweiten.
Gleichzeitig gab es von EMC ein Styletool für PC‘s wo man aus Midifiles Styles erstellen konnte.
Das ging nach etwas Training und Probieren recht einfach.
Zusätzlich habe ich schon immer gern auf die Werkstyles zurückgegriffen und mir Styles selbst erstellt durch kopieren einzelner Parts, sprich z.B aus Vari1 (=Basic bei Roland) die Drum Spur von Style1, die Bassspur von Style2, die ACCs von Style XXXX.
Auch da ging es schon, das ich bei z.B Septime Akkorden andere Sequencen einspielte als bei Dur oder Moll.
Manchmal wenn nichts passendes zu finden ist gebe mich auch dran und erstelle mir einzelne Spuren auch selbst.
Auf diese Weise war es recht spannend und interessant abwechslungsreiche Styles zu erstellen.
Dazu kam bei diesem Modell eine hervorragende Tastatur, ein für damalige Verhältnisse gut ablesbares Display und wie ich heute noch finde ein hervorragendes Speichersystem, das auch bei Liveauftritten voll überzeugte.
Nach meinem Wechsel zu Korg (Roland hat ja bekannterweise den Vertrieb und die Weiterentwicklung eingestellt was Keyboards anbelangt) habe ich mir die Vorgehensweise aber beibehalten.
Ich kaufe ab und an Styles bei D-O-O(die bieten die neuen Sachen auch nicht mehr im Roland STL Format), Hage bietet für die neuen PAs nichts mehr an,habe viele von der Korgdownloadseite, habe das EMC Tool wieder gekauft und konvertiere aus dem Roland Format zum Korg PA Format und passe es an, kaufe ab und an ein Midi und bastle viele meiner Styles aus den internen bzw externen Sequencen zusammen.
Auch gibt es nach wie vor gute interne und externe Allroundstyles Styles die man für einen Song nutzen kann. Momentan stelle ich gerade "Room with a view" von Tony Carey zusammen und bin auf einem recht guten Weg.
Nicht zu vergessen die wirklich tollen Styles unseres Hausherren hier. Einfach klasse.
So viel erstmal dazu.
Es gibt bestimmt viel zu erzählen in diesem Thema.
LG
Michel
 
4.) Georg an siebenhirter.....
(geschrieben am 4.Juli 2015)
Hallo Alfred,
Das mit der Stylesortierung hatte ich schon verstanden. Ich wollte nur eine alternative Handhabung ansprechen, die ich nutze, wenn ich mehr Einstellungsalternativen brauche, als sie ein Style und ein Songbookeintrag bieten.
Da haben wir uns wohl etwas missverstanden.
 
3.) Siebenhirter schiebt noch ein paar Anregungen nach
(geschrieben am 3.Juli 2015)
Hallo,
 
betreffend Begleitautomatik folgende Anmerkungen
 
- zu Pads:
Pads als Style-Spuren einzusetzen - zB ein Pad für Drums und ein Pad für Baß - erlaubt auch durchgehende Übergänge bei Stylewechsel. Wenn man die Pads mit der Lock-Funktion sperrt, werden Pad-Sequenzen beim Stylewechsel nicht abgebrochen.
 
- zur Stylesortierung:
Meine Stylesortierung dient vorwiegend nicht dazu, mehr als vier STS verfügbar zu haben, sondern bietet den Vorteil eine große Menge unterschiedlicher Style-Elemente zu nutzen, der sich durch den Direktzugriff auf die sortierten, aufeinander abgestimmten Rhythmen ergibt.
 
- zu zusätzlichen STS:
Den Direkt-Zugriff auf eine größere Menge von STS (wie Registration-Memories bei Yamaha) ist durch Autoselect von Performances gut lösbar - ebenso das schnelle Nachladen solcher Registration-Banken, da es sich bei diesen winzigen Dateien (setup.gbl) nur um Links auf zuletzt gewählte Performances handelt. Autoselect-Performances sind zusätzlich zu STS nutzbar.
 
Herzliche Grüße
siebenhirter
 
 
2.) Georg aus Hannover ist - wie ich -  ein reiner "Styleplayer" und auch schon ein Stück weiter in "diese Materie" eingetaucht als dies bei der überwiegenden Anzahl von Keyboardspielern der Fall ist.
(geschrieben bei großer Hitze am 3.Juli 2015 )
Nun möchte ich trotz großer Hitze zu dem Thema der Begleitautomatik auch meinen Senf dazu geben.
Vielleicht kurz zum Hintergrund dessen, was ich musikalisch mache, weil davon natürlich auch abhängt, wie man damit umgeht.
Ich bin reiner Hobbymusikant mit einem höheren Anspruch an das, was aus dem Lautsprecher rauskommt, als dass ich das im Moment mit dem was ich reinstecke immer so ganz einlösen kann. Aber was wären wir ohne Ziele und Herausforderungen?
Ich spiele ausschließlich mit Styles, wobei ich bereits aus meinen TECHNICS-Zeiten daran gewöhnt bin, mit Fußschaltern zu arbeiten. Allerdings war das Konzept dort völlig anders, sodass ich mich hier habe gänzlich umstellen müssen, weil es keine songbezogenen Einstellungen, sondern nur globale Einstellungen gibt. Darum bin ich letztlich bei einem BEHRINGER FCB 1010 gelandet, mit dem ich mittlerweile und nach etwas Einarbeitung und einiger Unterstützung durch Alfred gut zurecht komme.
Auch wenn ich tatsächlich Handbücher lese und auch versuche mir vieles selber zu erschließen, so hapert es ja häufig daran, das in den Handbüchern zwar die jeweilige technische Funktion bis ins Detail erklärt wird, nur die praktische Sinnhaftigkeit an keinem Beispiel vermittelt wird.
Da ist es manchmal schwierig, sich aus solchen Erklärungen abzuleiten,was man alles damit anstellen kann. Insoweit waren die hier veröffentlichten Ausführungen zum Spiel mit Begleitautomatik sei es von Elmar oder auch von Alfred schon deshalb sehr hilfreich, weil es einen davon abgehalten hat, sich auf Irrwegen zu bewegen.
Spätestens seit ich einige Styles von Elmar nutze, habe ich auch das Konzept der Verbindung von beispielsweise Fills und Variationen verstanden und nutze dieses Konzept auch teilweise bei der Verwendung von Styles anderer Hersteller.
Wenn man sich bei der endgültigen Konzeption eines Songs hinreichend Gedanken macht, kann man sich auch durch das entsprechende Umkopieren der jeweiligen Elemente auf andere Tasten (so habe ich am Fuschalter einen Schalter mit dem Ending 3 belegt und kopiere mir eben dann im Style das jeweilig passende Ending auf diese Position), sodass ich immer einen passenden Schluss im Zugriff habe
Auch die Verknüpfung, bestimmte Fills auch zum Weiterschalten von Variationen zu benutzen, ist sehr hilfreich, weil man einfach einen Griff oder einen Fußtritt spart, auch wenn man solche Szenarien auf diesem Fuschalter ohne weiteres auf einen Schalter programmieren könnte. Nur dann verliert man Flexibilität, sodass ich glaube, dass es sinnvoller ist, bei Bedarf diese Einstellungen im Style vorzunehmen und nicht auf einen vom Schalter zu programmieren.
Ich habe mich bisher gescheut, die Stylesortierung komplett umzuorganisieren so, wie Alfred dies offensichtlich tut.
Brauche ich mehr, beispielsweise mehr als vier STS so löse ich das über das Songbook. Ich habe dann eben den Song zweimal dort gespeichert und mit so einem Namen, dass die Einträge unmittelbar hintereinander folgen. Allerdings dann eben mit unterschiedlichen STS, sodass ich dann aus dem Sonbook einfach auf den zweitens Teil umschalte und dann die entsprechenden anderen Stimmen zur Verfügung habe. Dieses lässt sich zudem auch über die programmierbaren Tasten am Keyboard selber regeln
Manchmal sind ja auch Lösungen, die wirklich zu schönen Effekten führen, relativ banal, man muss sie nur kennen. Insoweit ist der Hinweis auch von Alfred, dass man über das "Muten" von Begleitspuren respektive deren Zuschaltung oder auch die häufigere Verwendung von PADs einen ähnlichen Effekt wie beim Wechsel der Variation erzielen und damit musikalisch abwechslungsreicher spielen kann, sehr hilfreich.
Angeregt durch den Style zu "The Air That I Breathe" von Elmar nutze ich jetzt auch durchaus häufiger schon mal im laufenden Song ein Intro, um die entsprechenden Effekte zu erzielen.
Hinweisen sollte man sicherlich auch auf die Möglichkeit, je nach Art des Akkord unterschiedliche Begleitmuster zu spielen, um so gegebenenfalls spezielle Einwürfe oder spezielle Songteile einfach über den Akkord abspielen zu können. Ein schönes Beispiel ist hier der Style für "Pretty Woman", der bei 7-ner Akkorden die typische Gitarrenfigur spielt, die für diesen Song so charakteristisch ist und die man nicht nur für das Intro verwenden kann.
Soviel erst einmal zu den Dingen, denen ich schon auf die Spur gekommen bin und die mir bei dieser Wärme eingefallen sind.
Sicherlich wäre gerade bei den KORG Keyboards manches einfacher und schneller zu erreichen, wenn gerade das Konzept der Speicherung von Daten nicht so unübersichtlich und etwas überschaubar wäre. Hat man es dann irgend einen mal halbwegs begriffen, kann man damit zwar mit Arbeiten aber so richtig erklärt ist es in den Handbüchern nicht.
Falls jemand einen tippfehler findet, darf er ihn behalten. Ich habe das hier it einem Diktiersystem eingegeben und dann noch einmal Korrektur gelesen. Das heißt aber nicht, dass ich alles gefunden habe.
 
1.) Siebenhirter Alfred aus Niederösterreich räumt in seinem Beitrag kräftig den Werkstyle-Speicher auf, ein Bereich, in dem wohl bei Keyboard Auslieferung die meisten Datei Leichen (aus jeweils unterschiedlichen User Blickwinkeln) ihr unsinniges Dasein fristen. Und selbst wenn man nur einige Schritte Alfreds nachvollzieht, für einige User könnten seine Ausführungen mehr als ein Update ihres Instruments bewirken........
(geschrieben am 1.Juli 2015)
Hallo,

ich benutze sowohl Styleplayer als auch Songplayer.
 
Midifiles benutze ich, wenn Werkstyles/Universalstyles für ein Lied nicht geeignet sind -
Styles benutze ich für jene Musik, welche schon seit 35 Jahren von Alleinunterhaltern mit Begleitautomaten (Baß/Wechselbaß, Strumming-Akkorde, Drums) gespielt werden.
 
Als man den Styleplayer noch Begleitautomatik nannte, konnte man damit einen großen Teil der Lieder abdecken. Hatte man eines der ersten programmierbaren Geräte, so konnte man sich mehrere verwandte Rhythmen (z.B sechszehn mit einer Yamaha HS6) mit unterschiedlichen Baß-/Akkord-/Drumsequenzen und -Sounds nebeneinander (zB in einem 32MB-RAM-Pack ) ablegen.
Sofern man sich pro Grundrhythmus mehrere, verwandte unterschiedliche Variationen - und ca 20 - 30 unterschiedliche RAM-Packs für weitere Grundrhythmen - vorbereitete, hatte man soviele Universalstyles, um damit ein Programm wie mit den Werkstyles jetziger, moderner Arrangerkeyboards abzudecken.
Sound, Lautstärken, Varianten- und Echtzeitänderungen hatte man damit sogar besser im Direktzugriff als mit modernen Keyboards, denn an Bedienknöpfen/-taster sparte man damals nicht.
Das ist bedauernswert und zeugt von mangelndem Verständnis der Entwickler von Keyboards mit Begleit-automatiken. Daß auch viele User - wie aus zahlreichen Forenbeiträgen bekannt - kaum die vielfältigen Möglichkeiten heutiger Styleplayer nutzen, sondern die Qualität dieser Geräte ausschließlich aufgrund der Anzahl vorhandener Styles bewerten, halte ich in diesem Zusammenhang für bedauerlich.
**
Die Frage, wie mit Styles hantiert wird, betrifft in meinem Fall ausschließlich Universalstyles.
Mit dem Pa-Styleplayer versuche ich die Vorteile der Funktionalität der Begleitautomatik der HS6 (Baujahr ca 1985) zu erreichen (pro Variation vier unterschiedliche Baßläufe, vier unterschiedliche Akkordbegleitungen, Sounds im Direktzugriff änderbar).
Voraussetzung dafür war die werkseitige Anordnung der Stylefamilien im Pa durch eine Anordnung zu ersetzen, die meinen Spielgewohnheiten entspricht und jeweils acht aufeinander abgestimmte, verwandte Styles (im StyleSelect-Display) so positioniert, daß diese im Direktzugriff erreichbar sind - damit hat man 32 Variationen verfügbar.
Die Abstimmung betrifft dabei alle Parameter aller Bgl-Tracks, auch Effekte, Padsequenzen, Equalizereinstellungen. Damit ergeben sich mit Lock-Funktionen (Pad-Lock, Style-Element-Lock, Style-Tracks-Play-Mute-Lock) sonst nicht mögliche Kombinationen. Wenn man zB Style-Tracks ausdünnt und gemutete Tracks wechselseitig statt für Erweiterungen für geänderte Baßläufe und Begleitharmonien verwendet (auch über Pads möglich), ist man auch mit einem einzelnen Style nicht mehr auf die vier Variationen/FillIns usw beschränkt.
Unter Einbeziehung aller in Pa-Keyboards möglichen Elemente ist damit eine abwechslungsreiche Begleitung - auch eines endlosen Potpourris - mit dem Styleplayer möglich, ohne dabei je so eintönig zu werden wie mit einem einzigen Werk-Style.
Der Vorteil des erweiterten Variantenreichtumes erleichtert intuitives Spielen.
Beispiel1:
hat ein Style brachliegende/unbenutzte Tracks wie Perc, Acc2 - 5 dann kann man diese genauso muten.
Eine benötigte zusätzliche Acc2, Acc3 ist parallel dazu auch über Pads realisierbar.
Die gemuteten Tracks können mit geänderter Drumsequenz (auf Perc), Baßsequenz (auf Acc2) und Begleitung (auf Acc3) programmiert werden, sodaß nach einer wechselseitiger Umschaltung des Play/Mute-Status praktisch ein kompletter zweiter Style (incl Fill, Endings usw) verfügbar wird.
Beispiel2:
wer mehr als zwei Fill-Ins (der Pa-Auslaufmodellen) benötigt, kopiert ein Intro1 auf Ending1.
Ending2 wird als einziges Ending benutzt.
Die Speicherplätze Intro1, Intro2, Count/In und Ending3 werden mit Fill-Ins programmiert.
Damit hat man insgesamt sieben Fill-Ins zur Verfügung,
wobei die auf Intro1,2,Count-In liegenden Fill-Ins (auch mehrtaktig möglich) nach Ablauf zur Variation zurückkehren.
Das auf Ending3 abgelegt Fill-In beendet den Style nach Ablauf, ausgenommen man drückt Ending3 zweimal, denn dann läuft das darauf abgelegte Fill-In solange als Loop, bis man ein anderes Style-Element wählt. Auch Pads sind als Fill-Ins programmierbar, diese unterbrechen allerdings die laufende Variation nicht.
Es gibt eine Vielzahl weiterer Beispiele, wie programmierbare Styleplayer nutzbar sind.
Auch wenn man etwas scheinbar nicht braucht - für einen Universalstyle brauche ich zb fast nie fünf Acc-Spuren - gibt es Möglichkeiten, diese anderweitig sinnvoll zu nutzen.
In einer zu einer Style-Verwandtschaft zusammengefassten Achter-Gruppe braucht man auch kaum 24 Intros/Endings -
diese kann man aber mit anderen Style-Elementen programmieren, denn ein Panel-Aufdruck "Intro" oder "Ending" ist nichts Verpflichtendes.
Das gilt auch für den Aufdruck der Performance- und Style-Auswahl, wobei man sich bei letzterem die wahlfreie Belegung bei gleichzeitiger Verwendung des Songbooks gründlich überlegen sollte, um nicht unerwartet mit falschen Styles zu starten.
 
Herzliche Grüße
Siebenhirter
 

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