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Hallo Freunde,....
noch immer - auch nach vielen Jahren - bin ich ein leidenschaftlicher Keyboardspieler. Sogar nur zu Hause, im stillen Kämmerlein, spiele ich täglich Teile meines Repertoires und freue mich, wenn mir auch noch schwierige Stücke gut von der Hand gehen. Nur sehr schnell aufeinander folgende Noten holpern neuerdings hie und da ein wenig.
Und auch noch immer staune ich gelegentlich, was uns da von „Erfindern und Entwicklern“ in Form unserer Keyboards in die Hände gelegt worden ist, und uns damit ein herrliches Hobby beschert wurde.
Gelegentlich bin ich aber auch ziemlich sauer und gar nicht gut auf diese „Erfinder und Entwickler“ zu sprechen. Dann nämlich, wenn da aufwändige, gaaaanz toll publizierte Funktionen in unseren Kisten nur wenig oder im schlimmsten Fall gar keinen musikalischen Sinn ergeben.
Früher wurden in Handbüchern gerne namhafte Künstler und Orgel Virtuosen aufgezählt, die bei der Entwicklung neuer Keyboards mit Rat und Tat (natürlich gegen Bares) zur Seite standen. Da hätte man sich besser an Anfängern oder leicht fortgeschrittenen Kunden orientiert. Dann wären wahrscheinlich viel schneller viel billigere und viel brauchbarere Funktionen dabei herausgekommen, als solche, von denen man den Kunden erst sagen musste, dass sie diese bräuchten.
Aber damals, als ich zum ersten Mal der Vorführung einer Orgel-Begleitautomatik beiwohnte, geriet ich fast aus dem Häuschen, so begeistert war ich (hier nachzulesen).
 
Schnell entwuchsen dann die Begleitautomaten ihren Kinderschuhen und sinnvolle Erweiter- und Verbesserungen überzeugten immer mehr Musikanten, sich an den damit ausgerüsteten Orgeln (und späteren Keyboards) zu versuchen.
Und natürlich wurden nicht alle Stationen innerhalb dieser technischen Evolution in den Augen (eher Ohren) der Kunden einhellig und begeistert aufgenommen. Da wurde auch schon mal eine neue Funktion zum einen himmelhoch jauchzend bejubelt, zum anderen aber auch als völlig unbrauchbar in der Luft zerrissen. Das Witzige daran: oft konnte man den Argumenten aller Beteiligten folgen und auch zustimmen.
So ist es dann gekommen, dass ich nach anfänglicher Begeisterung über eine Handvoll Styles in den ersten Arranger Keyboards, diese in der Masse derzeitiger Modelle eher kritisch, als nicht so auf musikalischer Höhe betrachte.
 
Mir stoßen da beispielsweise die von den einzelnen Herstellern „festgezurrten“ Regeln auf, mit denen da die Factory Styles behaftet sind.
Vier Variationen sind doch was, aber müssen sie immer so von dünn nach fett arrangiert sein, dass da lediglich von einer zur nächst höheren Version mehr „Instrumente“ mitwirken ?
In Musikstücken großer Orchester mag das ja so sein. Innerhalb von Bands in kleiner bis mittlerer Besetzung finden sich allerdings selten „Generalpausen“ !
Ich frage das, andere sind überhaupt nicht dieser Meinung und wieder andere wissen jetzt gar nicht, wovon hier die Rede ist !?
 
Der „CUE Mode“ im Style-Editor der Korg Pa-Modelle ist eine Funktion, die ich in meinen (ausschließlich für mich erstellten) Styles sehr häufig benutze. Leider lässt sie sich in einzelnen Performances nicht ändern, weil dies nur im Editor möglich ist und zwingend das Neu-Speichern eines Styles fordert (siehe auch hier und hier) . Ist das nicht s..dumm ?
Ich frage das, andere sind überhaupt nicht dieser Meinung und wieder andere wissen jetzt gar nicht, wovon hier die Rede ist !?
 
In Korg Keyboards gibt es die Möglichkeit je Style-Element unterschiedliche - auf den gerade gegriffenen Akkord bezogene - Spuren (Tracks) zu erstellen (Chord Variationen, 6 je Variation, 2 je Fill, Intro und Ending). Warum ist das aber nicht nur für einzelne Spuren möglich, warum ausschließlich für alle Spuren eines Elements ?
Ersteller von Roland und Yamaha Styles können darüber nur lachen.
Ich frage das, andere sind überhaupt nicht dieser Meinung, wieder andere wissen jetzt gar nicht, wovon hier die Rede ist !?
 
Und wenn wir schon mal dabei sind, warum ist es in zuvor beanstandeter Funktion nicht möglich zwei unterschiedliche Chord-Variationen für den „7ner“, also den Septimen-Akkord zu erstellen, eine für die Überleitung von der Tonika in die Subdominante (Bsp. „C7“ nach „F“) und eine weitere für die Überleitung von der Dominanten in die Tonika (Bsp. „G7“ nach „C“) ? Dafür wäre es nur nötig, beim Spielen und „Greifen“ des Grundakkords am Anfang des Musikstücks einen dafür bestimmten Taster zu drücken, und man käme dem Spiel eines echten Musikers noch ein Stückchen näher.
Ich frage das, andere sind überhaupt nicht dieser Meinung, wieder andere wissen jetzt gar nicht, wovon hier die Rede ist !?
 
So könnte ich noch ein paar Fehler(chen) aufzählen, die aber alle zusammen nicht ausreichen, uns unser Hobby zu verleiden. Man hat sich damit abgefunden, einigen sind diese Fehler noch nie in die Quere gekommen, andere kompensieren sie durch Berücksichtigung in ihrer Arbeits- und/oder Spielweise.
 
Was mir allerdings schon immer und noch heute tierisch auf den Senkel ging und geht, ist nicht mal ein Fehler in unseren Keyboards:
Vor vielen Jahren darauf angesprochen sagte mir Herr Schink von Roland, dies hätten wir den Vorlieben der Japaner zu verdanken. 
Die Rede ist von vieltaktigen, opulenten, musikalisch fast haarsträubenden INTROs und ENDINGs in vielen Factory Styles unserer Keyboards.
Musikalisch deswegen „haarsträubend“, weil sie sehr oft überhaupt nicht zum darauf folgenden Style passen, sei es in der harmonischen Zusammensetzung, sei es durch Instrumente (also Sounds), die in den übrigen Style-Elementen gar nicht vorkommen.
Wer nudelt vor und/oder nach dem Spielen eines einfachen „Drei Griffe Lieds“ solch ein Monster ab ?
Und der, der im Stil eines solchen INTROs im Style selbst so spielen will (und auch dazu in der Lage ist), wird sich dann auch wohl die Einleitung selbst dazu spielen und sich nicht der starren Vorlage bedienen.
Das gleiche gilt dann auch für das ENDING eines solchen Musikstücks.
„Du musst ja diese Dinger nicht spielen…“, werden einige jetzt sagen. Richtig, stimmt, aber diese Dinger liegen auch im Speicher, dessen Platz man auch durch sinnvolle, musikalische Elemente benutzen könnte. Auch nehmen sie die Möglichkeit, den betroffenen Style stattdessen mit einem richtigen INTRO auszustatten
 
Dies jetzt alles zusammen gefasst ist mit ein Grund, dass ich mich einst entschieden habe, etwas tiefer in die Style-Editoren meiner Keyboards einzusteigen und mir die Styles für mein Repertoire selbst zu stricken.
Und sogar Factory Styles, die beispielsweise solche Akkordmonster und noch einige andere Stolperer beinhalten, sonst aber ganz passabel klingen, durchlaufen hin und wieder meine Style-Werkstatt.
Und einige von denen gibt's auch im Download Bereich meiner Homepage……
...seid herzlich willkommen auf meiner Seite !
                  

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