Diese Homepage ist von mir autodidaktisch erstellt und von keiner kommerziellen Firma gesponsert oder gar beeinflusst.
(Elmar Herz)
Hallo Freunde, ..........
wie ich über das Spielen mit Styles - und selbst erstellte Styles im Allgemeinen - denke, weiß der aufmerksame Leser meiner Homepage. In vielen Beiträgen beschäftige ich mich haupt- und auch nebensächlich mit diesem Thema. Für alle, die noch nicht so tief in meine Seite eingetaucht sind, hier, zum Thema passend, eine Zusammenfassung:
Seit ich Musik alleine auf einem Arranger Keyboard mache, betrachte ich die Begleitautomatik mit all ihrer Styles - egal ob Werk-, zusätzlich gekaufte, selbstgemachte oder im Web erjagte Styles - als Simulation einer Ansammlung von Musikern, die, mit "links" gesteuert, mein Melodiespiel und auch meinen Gesang begleiten.
Wie gut (in meinem Sinne) sie das tun, hängt in erster Linie von der bestehenden Struktur einer Begleitautomatik ab, und natürlich von dem, was ein "Stylemacher" beim Erstellen eines Styles aus dieser Struktur herausholt.
Viele, wenn nicht gar die meisten Keyboardspieler kaufen sich das Keyboard eines bestimmten Herstellers allein wegen der ihnen am meisten zusagenden Beschaffenheit der mitgelieferten Factory Styles. Oftmals gibt da schon ein einzelnes, reichhaltig bedientes Musikgenre den Ausschlag. Bei dem einen sind es die "Countrys", bei dem anderen die "Rockys", wieder andere erfreuen die "Schlager".
Ich fand viele Jahre lang in Roland Keyboards die für mich beststrukturierte Begleitautomatik.
Nach dem Niedergang Rolands in diesem Marktsegment erhielt ich in Korgs Pa800 fast gleichwertigen Ersatz, schließlich vom Pa3X - mit seinen fünf unabhängig zu bedienenden FILLs - noch übertroffen.
Die Factory Styles beider Keyboards begeistern mich dabei höchst durchschnittlich bis gar nicht.
Die mitgelieferten SongBook Einträge mit Hunderten Musikstücken, die auf diese Styles zugreifen, bestätigen mir meine Meinung über diese Styles aufs Grausamste. Ich beziehe mich da in erster Linie auf mir altvertraute,  lieb gewonnene Musikstücke, die schon vor Jahren zum festen Bestandteil des Repertoires meiner alten Band gehörten. Was hätte ich den Jungs damals die Leviten gelesen, hätten sie ein Musikstück nach Korgs heutiger SongBook Version verunstaltet.

Genug, ich nehme etwas Dampf aus dem Kessel, denn wirklich schlecht sind die Styles von Korg nun tatsächlich nicht, sie sind eben Universal Styles. Zum Üben, zum Einstudieren schwieriger Liedpassagen, zur Grundstock Findung für einen bestimmten Song oder als Ausgangspunkt für einen neuen Style erfüllen sie allemal ihren Zweck. Dabei kommen sie in einzelnen Variationen bestimmten Musikstücken manchmal sogar recht nahe.

Nur, viele der unverkennbaren, immer wieder von uns Alleinunterhaltern aktiv und passiv gewünschten Musikstücke haben zwar ein gemeinsames Taktmaß, eine nahezu gleiche Instrumentierung, gleiches Tempo; und man findet dann durchaus Styles, in denen es dann eine oder gar mehrere Variationen gibt, mit denen man einzelne Passagen dieser Musikstücke mit gewisser Wiedererkennung spielen könnte.
Allerdings haben unzählige Evergreens ihren Ruhm und damit verbundenen Erfolg durch individuelle Liedabschnitte erreicht, die sie von anderen, ähnlichen Nummern unterscheidet und damit einzigartig macht.
Dabei kann es der Liedanfang (Intro), ein toller Übergang von Vers zu Refrain (FILL), ein Zwischenstück (Break oder auch Intro) und/oder ein außergewöhnlicher Schluss (Ending) sein, der diese Nummer so einzigartig macht. Bestimmte Gitarrenriffs, Orgel-Licks, Bläser Einwürfe taten ein übriges und machten und machen Stücke weltberühmt. Ohne dieses "Beiwerk" hätten diese Stücke vermutlich nie diesen Ruhm erlangt. Und mit diesem "Beiwerk" ausgestattet finden wir keinen Factory Style, denn dann wäre der ja kein Universal Style mehr.

Wie gesagt, das bisher Geschriebene findet sich in Fragmenten verstreut und wiederholt geäußert in vielen Beiträgen meiner Homepage wieder.
All dies spiegelt den Grund wieder, warum (mittlerweile) mein komplettes Repertoire aus Musikstücken besteht, die ich ausnahmslos mit selbsterstellten Styles spiele.

Begonnen hat das damals bei mir mit kleineren Umbauarbeiten an vorhandenen Styles. Elemente umkopieren, zurecht schneiden, überflüssiges löschen, das waren so die ersten Maßnahmen zur Stylegestaltung meiner Vorstellung.

Da ich ja innerhalb einer "Beat-Band" die Instrumente Gitarre, Bass, Drums und Kofferorgel so "leidlich" beherrschte, war ich auch recht fix in der Lage, bestimmten Spuren in einem Style neue Inhalte zu vermitteln.
Irgendwann stellte ich dann fest, dass einen vorhandenen Style umzuändern oft mehr Aufwand bedeutete, als einen völlig neu zu bauen.
Dabei dachte ich bei der Erstellung meines ersten kompletten neuen Styles (Roland E86) an die Proben mit meiner alten Band damals.
Nach geistiger Einverleibung eines neuen Musikstücks wurde da die Rollenverteilung unserer Instrumentenbesetzung entsprechend festgelegt, und jedes Bandmitglied gab sich fortan Mühe, seinen Part - an der Vorlage ausgerichtet - so gut wie möglich auszuführen. Klappte das bei allen besonders gut, konnte man von einer "originalen" Umsetzung ausgehen. "Titelbezogen" war das ganze in jedem Fall.
Und so stellte ich mir einfach vor, wie ich die einzelnen Instrumente, Bass, Gitarren, Schlagzeug usw. im angedachten Stück spielen würde, erstellte so ein Standard Midifile, bügelte alle Harmonien nach "C", kürzte Abschnitte auf geeignete Patternlänge und schaufelte Spur für Spur, Element für Element, midisynchronisiert von Cubase im PC (damals sogar noch Atari St) in den Style-Editor des E86.
"Try und error" führten von nun an längere Zeit das Regiment bis endlich zum erlösenden "das isses". Ich war fortan in der Lage, mir meine Styles selbst zu bauen.
Und davon machte ich reichlich Gebrauch. Allein schon, um endlich von den "irrwitzigen Roland Endings" unabhängig zu sein, die wir lt. den Herren  Schink und Jobmann von Roland nur den Japanern und deren Vorliebe für solche opulente Werke am Liedende zu verdanken haben (?!).
Dass man zur damaligen Zeit gerade mal 8 Userstyles über Diskette auf einmal "nachladen" konnte, tat meiner Begeisterung keinen Abbruch. Das wurde in Tanzpausen erledigt und schulte außerdem die Fähigkeit, sein Publikum richtig einzuschätzen. Auch gab es zu Anfang ja noch genug Alternativen aus dem "Werkstyle Bereich".
Über G800 fand ich dann zum G1000, aus meiner Sicht die mit Abstand  größte technische Erweiterung, die ich je beim Wechsel von einem Keyboard zu seinem Nachfolgemodell erlebte.
Mit dem FC-7 Footcontroller begann ich damals, die Auslösung der FILL INs meinen Füßen zu überlassen, um so meine Finger für "mehr Tasten-  und Tasterbedienung" zu entlasten. Andere Funktionen und Features erschlossen sich mir, und so lernte ich nach und nach, die Begleitautomatik Struktur meines sich jeweils gerade in meinem Besitz befindlichen Keyboards voll für die Darbietung meines Repertoires auszunutzen.

Und plötzlich, fast zeitgleich mit dem Höhepunkt dieses Schaffens, verschwand die Abteilung "Arranger Keyboard" aus Rolands Produktpalette, und ich fand - wie oben bereits geschrieben - zu Korg, und alles wurde wieder gut, zumindest für eine gewisse Zeit....

ff
......seid herzlich willkommen auf meiner Seite !

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